FIKTIONALE AUDIOTOUR (2005 – 2018)

 

 

Meu nome é Vera
(Mein Name ist Vera)

 

(Jugendkulturzentrum Centro Cultural da Juventude CCJ Ruth Cardoso, São Paulo, Brasilien. 2012)

 

Renata erhält eine mysteriöse Aufnahme. Darauf verrät ihr ihre Freundin Vera ein Familiengeheimnis, das sie nie hätte aufdecken sollen. Nun ist es an Renata, den von Vera hinterlassenen Hinweisen zu folgen, um so die Wahrheit zu erfahren.

 

MITWIRKENDE:
Konzept, Text und Regie: Christina Ruf und Ariel Dávila (BiNeural-MonoKultur)
Übersetzung: Meire Nunes
Originalmusik und Tonbearbeitung: Guillermo Ceballos
Recherche: Ariel Dávila und Christina Ruf
Stimme: Anna Luiza Leão (Vera)
Beteiligung Stimme und Lieder “Tem que acreditar”, “Eternize” und “Pouca Coisa”: zoioomc
Besondere Beteiligung: Marcelo Gregorio
Produktion: Samanta Biotti
Produktionsleitung: Felipe França Gonzalez (Difusa Fronte(i)ra)
Koproduktion: BiNeural-Monokultur, Difusa Fronte(i)ra und CCJ
Herzlichen Dank an: Luiz Carlos Ribeiro, Gerson Kunii und Yudi Watanabe vom japanisch-brasilianischen Club Associación Nipo-Brasileira, JR. Material Fotográfico Ltda-ME.

 

RECHERCHE:
Die Recherche konzentrierte sich auf das Stadtviertel Vila Nova Cachoeirinha im Nordwesten von São Paulo. Dieses Viertel gehört zu den marginalisierten Orten der Stadt, seine Einwohnerzahl ist stark angestiegen und es verzeichnet einen spürbaren sozialen Aufstieg der ärmeren sozialen Schichten hin zur Mittelschicht. Die vorherrschende Kulturform in dieser Region, welche sich stark im Jugendkulturzentrum CCJ widerspiegelt, ist geprägt vom Hip Hop und Rap, der Graffitti-Szene und den so genannten “Saraus”, informelle Treffen, bei denen Poesie rezitiert wird. Oft sind es die Frauen, die für das Einkommen und Überleben der Familien sorgen.
Bei unserer Recherche erfuhren wir, dass dieses Viertel praktisch von japanischen Einwanderern gegründet worden war; es gibt einen japanischen Club und auf dem Friedhof, durch den ein Teil des Weges der Fiktionalen Audiotour führte, finden sich zahlreiche Gräber mit japanischen Inschriften.
Im Rahmen der Recherche führten wir Interviews mit den älteren Anwohnern durch. Einer von ihnen überließ uns nicht nur großzügig ein Foto aus den Anfängen des Viertels, sondern erzählte uns außerdem eine fast vergessene Geschichte, die dort stattgefunden hatte.
Ausgehend von dieser Geschichte schufen wir eine Fiktion, in der die Protagonistin, eine junge urbane Poetin, Tochter japanisch-afrobrasilianischer Eltern, ein Geheimnis über die Vergangenheit ihrer eigenen Familie entdeckt.